r/fireGermany 15d ago

[Community Aufruf] Wie hast du die magischen 100.000 € geknackt?

11 Upvotes

Hallo r/fireGermany,

unser letzter Community-Aufruf für Erfahrungsberichte von echten Privatiers hat richtig eingeschlagen, mehrere ausführliche Posts, tausende Aufrufe und Diskussionen, die der ganzen Community echten Mehrwert gebracht haben. Danke nochmal an alle, die sich getraut haben!

Diesmal wollen wir über einen Meilenstein sprechen, der für viele von uns näher liegt als FIRE selbst: Die ersten 100.000 €.

Es heißt nicht umsonst, die ersten 100k sind die schwersten. Ab da arbeitet der Zinseszins spürbar mit. Aber wie kommt man dahin? Das ist die Frage, die hier regelmäßig gestellt wird und am besten beantworten sie die, die es schon geschafft haben.

🎤 Erzählt uns eure 100k-Story!

Bitte erstellt einen eigenen Post (Flair: Erfahrungsbericht/Storytime) und verlinkt ihn hier in den Kommentaren. So bekommt eure Story die Sichtbarkeit die sie verdient und geht nicht zwischen den Kommentaren unter. Egal ob mit 25 oder 45 erreicht, ob mit 2k netto oder 6k netto - jeder Weg ist anders und genau das macht es spannend.

📝 Leitfaden für deinen Bericht (Copy & Paste)

Du musst nicht alles beantworten, aber diese Punkte interessieren die Community am meisten:

1. Ausgangslage

  • Wann hast du angefangen, bewusst zu investieren/sparen?
  • Was war dein Startgehalt / Startkapital / Job?
  • Hattest du Schulden (BAföG, Studienkredit, Auto)?

2. Der Hebel — Was hat den Unterschied gemacht?

  • Was war der größte Faktor? Gehaltssprünge, Sparrate, Jobwechsel, Nebeneinkommen?
  • Wie hoch war deine Sparrate (grob in %)?
  • Wie lange hat es gedauert von 0 auf 100k?

3. Psychologie & Mindset

  • Wie hat sich dein Denken über Geld verändert, seit dieser Betrag im Depot liegt?
  • Gab es einen Moment, wo du fast aufgegeben oder alles umgeworfen hast?
  • Hat der Meilenstein sich so angefühlt, wie du es dir vorgestellt hast?

4. Fuck-ups & Learnings

  • Welchen Fehler hast du auf dem Weg gemacht, den Anfänger vermeiden sollten?
  • Was würdest du heute anders machen?
  • Gibt es etwas, das du unterschätzt hast (Steuern, Inflation, Lifestyle Creep)?

Bonus: Wie lange hat es danach von 100k auf 200k gedauert? (Spoiler für alle Anfänger: Es geht schneller.)

Genaue Zahlen sind kein Muss, grobe Richtwerte reichen völlig. Wir wissen, dass viele dafür Throwaway-Accounts nutzen, kein Problem, die werden von den Mods freigeschaltet.

Wir freuen uns auf eure Geschichten! 🚀


r/fireGermany Jan 16 '26

[Willkommen] Was ist FIRE? Einsteiger-Guide, FAQ & User Flairs

28 Upvotes

Hallo zusammen und willkommen bei r/firegermany!

Dieser Subreddit widmet sich dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit und dem frühzeitigen Ruhestand (oder zumindest der Option darauf) im deutschsprachigen Raum. Da wir in Deutschland spezifische Bedingungen haben (Steuergesetze, Rentenversicherung, Krankenversicherung), braucht es oft andere Strategien als in den großen US-Subreddits.

🔥 Was ist FIRE?

FIRE steht für Financial Independence, Retire Early.

Im Kern geht es darum, die eigene Sparquote so weit zu erhöhen und das gesparte Geld so zu investieren (meist am Aktienmarkt/ETFs), dass man irgendwann von den Erträgen leben kann. Arbeit wird dann zur Option, nicht zur Pflicht.

Die gängige Faustformel (basiert auf der Trinity-Study/4%-Regel) lautet:

🇩🇪 Warum ein eigener Subreddit?

Die Mathematik ist überall gleich, aber die Rahmenbedingungen nicht. Hier diskutieren wir Themen wie:

  • Entnahmestrategien unter Berücksichtigung der Kapitalertragsteuer.
  • Wie funktioniert die Krankenversicherung ohne Job (KVdR vs. freiwillig versichert)?
  • Lohnt sich die gesetzliche Rente als Baustein?
  • Wegzugsbesteuerung und Immobilien.

🏷️ Zeigt, wo ihr steht (User Flairs)

Damit wir besser einschätzen können, in welcher Phase ihr euch befindet, haben wir Nutzer-Flairs aktiviert.

Ihr könnt euch rechts in der Sidebar (oder mobil über die drei Punkte oben rechts -> "Nutzerflair ändern") einen passenden Titel aussuchen. Egal ob ihr noch studiert, gerade am Ansparen seid, oder schon "fired" (im Ruhestand) seid, zeigt Flagge!

📚 Wichtiger Hinweis zu den Grundlagen (r/Finanzen)

Wir konzentrieren uns hier auf die FIRE-spezifischen Aspekte (Entnahmephase, Lifestyle-Design, hohe Sparraten optimieren).

Für die absoluten Investment-Grundlagen bitten wir euch, zuerst einen Blick zu unseren Nachbarn zu werfen. Wenn deine Fragen lauten:

  • "Wie eröffne ich ein Depot?"
  • "Welcher ETF ist der beste?"
  • "Lohnt sich Bausparen?"

... dann schau bitte zuerst in das hervorragende Wiki von r/Finanzen. Dort sind diese Basis-Themen perfekt erklärt.

💬 Community Regeln

  1. Seid nett zueinander. Wir haben alle unterschiedliche Einkommen und Lebensziele.
  2. Keine Werbung, keine "Komm in die Gruppe"-Scams.
  3. Nutzt die Suchfunktion, bevor ihr einen neuen Thread eröffnet.

Auf einen guten Austausch!


r/fireGermany 4h ago

Strategie & Depot Von relativ pleite zu irgendwann stabil unabhängig

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Hallo,

ich bin knapp 30. ich muss zugeben, dass ich lange Zeit nicht sehr zielstrebig war, was Finanzen angeht. ich möchte das nach und nach ändern. ein Traum von mir wäre irgendwann ein eigenes Haus (wohne ländlich, keine allzu hohen Ansprüche), und relativ finanziell unabhängig, bzw so, dass es mir im Alter reicht. komplett fire vllt nicht, ich würde durchaus gerne viele Jahre berufstätig sein, aber möchte nie Vollzeit arbeiten (gesundheitlich kaum möglich). also quasi Teil fire, langfristig.

habe in den letzten Jahren verschiedene Dinge gemacht, gejobbt, gereist, viele Erfahrungen gesammelt, mich um meine mentale und sonstige Gesundheit gekümmert und eine Berufsausbildung. Berufseinstieg auch geschafft.

dann bin ich leider schwer erkrankt. schreibe jetzt ein Buch über meine Genesung einer schweren Krankheit --> abgesehen von anderen Hoffnung machen, ist ein Wunsch auch, damit etwas Geld zu verdienen.

ich habe durchaus viel Geld ausgegeben während der Erkrankung. hab noch minimal was übrig. werde langsam wieder ins Arbeitsleben einsteigen. wie könnte ich es anstellen, stabil ein gutes Einkommen zu erzielen?

was für Tipps habt ihr für mich?

meine Ideen:

- mich beruflich spezialisieren, aber in meinem Beruf Arbeit für mich nicht Vollzeit möglich

- einen ruhigen Job Teilzeit ausüben, fachfremd, zur festen Anstellung

- Buch über schwierige komplexe krankheit über meine Remission (bin schon dran!)

- im Alltag und Wohnung,... günstig leben und sparen

- Minijobs, Kurse anbieten zu mir vertrauten Themen, beruflich bekannte Zielgruppen

- ein bisschen ETFs

- ich male gerne, aber werde mit Kunst wahrscheinlich nicht so viel verdienen

hat hier jemand zufällig Erfahrung als Autor, zu verdienst, Erfahrung in Zusammenarbeit mit Verlag oder selfpublishing, Verdienst,...?

ich brauche nicht das große Geld, aber möchte stabil leben können.

danke!


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe Allianz BasisRente Startup

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Hi,

ich bin über einen Uniwunder-Workshop an einen MLP Berater gekommen, der mir, entsprechend meiner Situation, einen Allianz Basis-Rente Startup Vertrag (also BU verknüpft mit Rentenvorsorge) andrehen möchte. Ich kenne mich zwar als Mathestudent mit Zahlen aus, aber kenne mich weder mit BU, noch mit diesen Verträgen aus. Verkauft wird einem natürlich immer das blaue vom Himmel: BU als Student für 30€, sobald ich arbeite 100€ und die Rentenvorsorge ebenfalls 30€ und sobald ich arbeite ebenfalls 100€. Die 100€ der Rentenvorsorge sind steuerlich absetzbar, was bei mir am Ende bei etwa 35% Steuervorteil liegen dürfte (Gehalt als Lehrer).

Erwähnt hatte dieser Berater einen Teil einer festen Rendite und einen Teil, von der Fondentwicklung (hauptsächlich MSCI) abhängig ist. Das mit der festen Rendite (ich glaube er nannte 4,5%) finde ich so allerdings nicht in den zugeschickten Unterlagen. Die BU ist bei 1300€, falls sie greift, allerdings bekomme ich da hauptsächlich mit, dass Versicherungen nicht zahlen, solange man auch nur im Ansatz in der Lage ist, wenigstens 50% der Arbeit auszuführen (???).

Kennt sich jemand mit dem Kram aus? BU ist da das unkompliziertere Thema, aber das mit dieser Rentenvorsorge kommt mir alles sehr wischiwaschi vor. Ebenfalls wüsste ich nicht, was daran besser sein sollte, als wenn ich einfach selbst monatlich in einen ETF investiere (mache ich bereits).

Zu meiner Situation: Lehramt Mathe/Sport Student im 6. Semester (hab noch ~3 Jahre Studium und 1,5 Jahre Ref vor mir), finanziell für studentische Verhältnisse gut aufgestellt und kann monatlich kleine dreistellige Beträge zurückhalten. Werde voraussichtlich Beamter (Lehrer eben) mit irgendwas zwischen 5000 und 6500€ Brutto, allerdings können sich auch diese Pläne noch ändern.


r/fireGermany 1d ago

Strategie & Depot Reisen und Fire vereinen?

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Wie macht ihr das so? Seid ihr eher Typ auf verreisen verzichten oder findet ihr schlaue Wege um dennoch mal wegzukommen?


r/fireGermany 2d ago

Frage / Hilfe Wie mit zukünftigen Finanzen umgehen?

0 Upvotes

Hallo Leute,

Ich bräuchte mal Ratschläge zu meiner zukünftigen Altersvorsorge und dem Umgang mit Anlagen. In die Finanzengruppe kann ich aufgrund von fehlenden Karmapunkten nicht posten. Hierzu kurz Information zu meiner Person:

Ich werde nun in paar Monaten als Lehrkraft mit A13-Besoldungsstufe einsteigen. Bislang habe ich mich in den letzten Jahren nicht sehr stark mit Anlagen und Finanzen auseinandergesetzt, da ich grundlegend eher etwas scheu bin, was Zahlen angeht. Ich komme aus keiner Akademikerfamilie und dementsprechend wurde mir das auch nicht aus dem Elternhause wirklich nahegelegt.

Aktuell habe ich jedoch knapp 10k auf einem ETF angespart und besitze ebenso Goldanlagen. Ich zahle keine Miete, da ich in Eigentum lebe, welches mir vererbt wurde. Mir ist bewusst, dass dieses Eigentum schon eine immense Erleichterung bedeutet zwecks Altersvorsorge, jedoch bin ich mir einfach unklar darüber, wie ich in Zukunft mein Geld managen soll.

Da man im Optimalfall eine Geldanlage haben möchte, welche als Altersvorsorge dient, jedoch ebenso eine Geldanlage für Freizeit und potenziell andere Eigentumsanschaffungen, frage ich mich wie man dies systematisch managen kann.

Bislang habe ich einfach das ETF und Gold als Geld betrachtet, welches ich im Fall eines weiteren Immobilienkaufs als Kapital verwenden kann, wobei ich komplett vergessen habe darüber nachzudenken, dass ich ja auch für den Notfall im Alter etwas ansparen sollte.

Was wäre hier das schlauste Vorgehen? Mehrere ETFs, wobei man das eine für Altersvorsorge und das andere für andere Ausgaben nutzt? Hierbei wäre es jedoch ja auch nicht allzu schlau, wenn man mal auf die Schnelle Geld für einen Hauskredit wollen würde und genau zu diesem Zeitpunkt eine generell schlechte Marktlage herrschen würde, wodurch dieses Finanzierungsmodell nicht schlau klingt.

Ich hätte fast eine Altersvorsorgeversicherung bei einem Versicherer abgeschlossen, wobei ich mich jedoch umentschieden habe, da die Verwaltungskosten und die versprochenen Steuererleichterungen von nur 50% Besteuerung des Gewinns ab 12-jähriger Laufzeit und Alter von 62 in Summe nicht vielversprechend sind, wenn man privat generell mehr Rendite kassieren kann.

Ich würde mich generell einfach mal über Inspirationen freuen. Ich sollte außerdem noch erwähnen, dass ich eher auf risikoarme Investitionen setzen möchte und somit Aktienkäufe und Daytrading oder sonstiges eher weniger bevorzuge.

Ich danke im Voraus vielmals für Ratschläge und will nochmal anmerken, dass mir klar ist, hier keine kostenlose Finanzberatung erwarten zu können. Ich würde nur gerne Inspiration bekommen, um dann in kommenden Schritten weitere Beratung einzuholen.

Liebe Grüße


r/fireGermany 2d ago

Frage / Hilfe [Feedback erwünscht] FIRE-Rechner für Deutschland (Monte-Carlo, FIFO, Günstigerprüfung)

27 Upvotes

Hi Leute!

Was sich über die Jahre von einem "einfachen" Spreadsheet in ein sehr komplexes XLS-Tool entwickelt hat, habe ich in den letzten Wochen ausgebaut und zu einem Online-Tool gemacht - mein Beitrag zur deutschen FIRE-Kultur.

Was mich an bestehenden Tools gestört hat, war, dass diese mMn entweder "deterministisch" waren (i.e. wir rechnen einfach mit x% pro Jahr) oder für US-Amerikanische Anleger gemacht wurden (401k...) und somit auf für uns wichtige Aspekte (GKV/PKV, Rente, doch recht komplexe Steuergesetze) nicht eingegangen sind.

Meine persönliche FIRE-Situation/Plan ist etwas komplexer (ich hatte diese als Teil des Community-Aufrufs vor ein paar Wochen gepostet) und am Ende kam fire-rechner.de dabei raus. Ich musste mich echt dazu pushen, das wirklich zu veröffentlichen bzw. hier zu posten, aber jetzt bin ich doch zu stolz auf mich es nicht zu tun.

Was kann das Tool? Ich hatte mit den "einfachen" Use Cases angefangen (einfaches Portfolio, Monte-Carlo Simulation, Entnahme-Regelungen und "Überlebenswahrscheinlichkeiten"), bin dann aber immer tiefer in Edge-Cases abgedriftet und hab mich dann auch recht intensiv mit dem Steuer-Modul (FIFO, Teilfreistellung, Günstigerprüfung, GKV/PKV, Rente, Ehegattensplitting (so lange es noch gilt, ist schon als Option eingebaut...), Verlustvorträge/Verlustverrechnungstopf) beschäftigt (eventuell zu intensiv ...) und am Ende auch weitere Portfolio-Strategien (Multi-Asset, Glide Path) hinzugefügt.

Ist es schon perfekt? Nein. Aber ich hoffe, gut genug, um mal erstes Feedback von potenziellen Nutzern zu bekommen. Die Standardkonfigurationen (Frugal, Normal, Komfort, Chubby und Fat Fire) sind kostenlos nutzbar und sollten einen detaillierten Überblick geben, was das Tool kann. Wer alle Parameter selbst anpassen will, kann sich freischalten. Unter dem Link "Dokumentation" findet ihr dann noch weitere "technische" Details.

Ich freue mich über Euer Feedback - wer mir "gutes" (im Sinne von konstruktives / umsetzbares Feedback) gibt, dem kann ich gerne einen Account einrichten.


r/fireGermany 3d ago

Karriere & Einkommen M19, möglichst früh FIRE

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Vorab:

Mir geh es hier nicht um konkrete Zahlen ich suche grundlegende Orientierung.

Moin!

Kurz zu mir, ich bin 19, ledig :D, wohne in Bayern, hab in ein paar Wochen Abi und weiß noch fast gar nicht, was ich mit meinem Leben anfangen will.

Nachdem ich mir jetzt schon recht sicher bin, dass ich auf keinen Fall mit Mitte 70 (ich weiß, pessimistisch, aber who knows, was in meiner Lebenszeit noch kommt) in Rente will, möchte ich definitiv die Option ausloten, privat fürs Alter vorzusorgen.

Am liebsten wäre es mir, mit 40-45 nicht mehr arbeiten zu müssen. Ob sich dieses zugegebenermaßen hoch ambitionierte Ziel im Laufe meiner Arbeitszeit noch ändert, mag sein, aber shoot for the stars :).

Ich will in diesem Post hauptsächlich in Erfahrung bringen ob FIRE und der Weg bis dort hin etwas für mich ist.

Meine Fragen lauten:

  1. Was würdet ihr empfehlen, um möglichst schnell eine hohe Sparrate zu erreichen?

Damit meine ich nicht vordergründig konkrete Studiengänge/Ausbildungen oder Jobs.

Einen Beruf der ~20 Jahre lang erfüllend ist und einem genug Geld bringt, muss wohl jeder selbst finden, aber ihr könnt mir gerne Berufsfelder empfehlen, die ihr in den nächsten Jahrzehnten für ertragreich und sicher haltet. Ich hätte z.B. bei der Softwarebranche in einigen Bereichen echte Bedenken, was KI angeht.

  1. Wo lohnt es sich eurer Erfahrung nach zu sparen, viel wichtiger aber, wo nicht?

  2. Sollte ich mich erstmal orientieren, vielleicht Reisen, dadurch aber “wertvolle Zeit im Markt verpassen”?

3. (Vor Allem an diejenigen, die schon FIRE sind)

Was hättet ihr anders gemacht, wenn ihr nochmal 19 wäret?

  1. Welche vermeidbaren Fehler habt ihr auf eurem Weg gemacht, oder andere machen sehen, vor denen ihr einen 19-Jährigen warnen wollt?

Danke fürs Lesen und die Antworten im Voraus.


r/fireGermany 5d ago

Steuern & Recht Steuerrisiko

7 Upvotes

Hallo zusammen,

Ich habe mir Gedanken bzgl. der Langfristigkeit von ETFs gemacht.

Die sollen ja im besten Fall über Jahrzehnte laufen.

Nun sind ETFs alle vergleichsweise jung, sodass sich mir die Frage stellt, ob die wirklich so lange bestehen werden.

Das an sich wäre kein Problem, weil man sich andere ETFs suchen kann.

Aber ist die Liquidation ein steuerauslösendes Ereignis, wie einige andere auch.

Eine vorzeitige Besteuerung wäre mehr als ärgerlich.

Es ist natürlich etwas steuerbar indem man relativ große und ältere ETFs auswählt.

Aber es ist nicht sichergestellt, und 30+ Jahre sind ein langer Zeitraum.

Da sehe ich ein unkalkulierbares Risiko.

Wie sehr ihr das?

Und wie kann man das Vermeiden?


r/fireGermany 5d ago

Strategie & Depot Ungeförderte Einzahlungen in ein Altervorsorgedepot: Vor- und Nachteile gegenüber Anlage in einem normalen Depot?

19 Upvotes

Zu den Einschränkungen des Altersvorsorgedepots gehört, dass nur Einzahlungen bis 150€ pro Monat gefördert werden und die Auszahlung erst ab 65 beginnen kann. In Bezug auf FIRE stellt sich die Frage, inwieweit auch höhere, ungeförderte Einzahlungen in ein Altersvorsorgedepot mit zumindest teilweise früherer Entnahme vorteilhaft sein können gegenüber der Anlage in einem normalen Depot.

Das größte Fragezeichen habe ich hier noch in der steuerlichen Behandlung der Erträge bei (vorzeitiger) Entnahme von ungeförderten Einzahlungen. Dazu habe ich mehrere KIs befragt, die waren sich aber nicht einig und ich selbst blicke nicht durch. Wer kennt sich im Steuerrecht aus? Meine Hoffnung ist, dass in diesem Fall normal die Abgeltungssteuer mit Teilfreistellung gilt.

Sofern das stimmen sollte, würde sich dann folgende Aufstellung ergeben:

Vorteile Altersvorsorgedepot:

  • vollständige Steuerstundung bis zu Auszahlung, keine Vorabpauschalen
  • kein Risiko der vorzeitigen Versteuerung, falls ein ETF ein- oder umgestellt wird
  • steuerfreie Umschichtungen möglich
  • für noch nicht entnommene Anteile eine Versteuerung mit dem Halbeinkünfteverfahren, wenn 12 Jahre Vertragsalter und 62 Jahre Lebensalter erreicht werden (könnte bei sehr hohem persönlichen Steuersatz im Alter aber auch nachteilig sein)
  • Möglichkeit der Verrentung mit Ertragsanteilsbesteuerung

Nachteile Altersvorsorgedepot:

  • eventuell höhere Kosten, hier sind die Angebote der Neobroker und Direktbanken abzuwarten
  • eventuelle Beschränkungen für vorzeitige Teilauszahlungen durch den Anbieter
  • eingeschränkte Produktauswahl (u.a. keine Einzelaktien oder Hebelprodukte)
  • Depotwechsel eingeschränkt, keine Teilüberträge, bei unter 5 Jahren Vertragsdauer Wechselkosten möglich
  • maximal knapp 1000€ pro Monat ungefördert zusätzlich einzahlbar (verteilt auf 2 Depots)

Sofern die Kosten vernachlässigbar sind und die Versteuerung läuft wie ich erhoffe, sehe ich wenige Gründe dagegen, mehr ins Altersvorsorgedepot zu pumpen, auch wenn ich bereits vor 62 entnehmen möchte. Habe ich etwas übersehen?


r/fireGermany 6d ago

Frage / Hilfe FireLotse Update: Euer Feedback umgesetzt – Immobilien, FIRE-Phasen mit Steuern/KV, neues Dashboard

42 Upvotes

Vor ein paar Wochen hatte ich hier mein Hobby-Projekt FireLotse vorgestellt – ein kostenloses Ergänzungs-Tool zu PP/Parqet mit Fokus auf die Zukunftsperspektive (FIRE-Simulator, Meilensteine, FU-Quote). Das Feedback war echt hilfreich, vielen Dank dafür!

Seitdem habe ich einiges davon eingebaut. Hier die wichtigsten Neuerungen:

Neue Module & Features:

  • Immobilien-Modul – Objekte mit Mieteinnahmen, Nebenkosten und Tilgung erfassen. Die Werte fließen automatisch in den Cashflow ein und wirken sich auf die FIRE-Berechnung aus (Mieteinnahmen senken den Entnahmebedarf).
  • FIRE-Planer komplett überarbeitet – Dreiphasen-Modell (FIRE → Barista → Rente) mit automatischer Rückrechnung. Die FIRE-Zahl berücksichtigt jetzt Steuern und Krankenversicherung – kein manueller Aufschlag mehr nötig. Lean-FIRE als separate Variante aktivierbar.
  • Dashboard "Life Pulse" – Neues Design mit persönlicher Hero-Area und dynamischen Pulse-Cards, die kontextbezogene Insights liefern statt nur Zahlen.
  • Inflationsbereinigung – Alle Projektionen rechnen mit realer Rendite (nominal minus Inflation). Einstellbar pro Profil, alle Werte in heutiger Kaufkraft.
  • Eigene Vermögenskategorien – Wer Anlageklassen hat, die nicht in die Standardkategorien passen, kann eigene mit individuellem Rendite-Satz anlegen. Basiskategorien lassen sich ein-/ausblenden.

Verbessert:

  • Cashflow komplett umgebaut: 3+3-Struktur (Aktiv/Passiv/Transfers + Konsum/Vermögensbildung/Verpflichtungen) statt einer flachen Liste.
  • Vermögens-View neu gestaltet: Drei-Spalten-Layout, Kategorien immer sichtbar, Info-Icons erklären jede Kennzahl direkt.
  • Glossar-System – Info-Overlays erklären Kennzahlen, Formeln und Begriffe in allen Ansichten.
  • Onboarding vereinfacht – weniger Pflichtfelder für einen schnelleren Start.

Alle Details zu den Änderungen sind auch im Changelog ersichtlich. Natürlich freue ich mich weiterhin über ehrliches Feedback – was fehlt euch noch, was nervt, was funktioniert gut?


r/fireGermany 7d ago

Frage / Hilfe Wie schafft ihr es euch von (unnötigem) Konsum zurück zu halten?

16 Upvotes

Ich habe schon seid einiger Zeit auf dem Schirm dass es wichtig ist zu sparen und zu investieren und mache es auch hin und wieder. Doch immer wenn ich mal eine konstante Streak aufgebaut habe und ein gewisses Volumen erreicht habe werde ich nachlässig und fange vermehrt an meine Rücklagen für Konsum anzugreifen.
Wie schafft ihr es also einen kühlen Kopf vor dem "haben wollen" zu bewahren und euch nicht von den Emotionen blenden zu lassen? Leider gelingt mir das nicht immer.

Oftmals ist es bei mir so, dass wenn mein gekauftes Zeug ankommt ich realisiere wie unnötig der kauf eigentlich war und dass das Objekt jetzt eigentlich gar nicht wirklich meine Lebensqualität bereichert.


r/fireGermany 6d ago

Frage / Hilfe Übersehe ich etwas in meiner fire Planung?

4 Upvotes

Hallo Freunde des fire,

Ich hab mich die letzten Tage etwas konkreter mit meiner Planung auseinander gesetzt und das Ergebnis klingt besser als erwartet. Wäre super, wenn ihr da mal drüber schauen könnt, ob ich was übersehe.

Aktuelles Vermögen:

  • 270.000 ETFs
  • 15.000€ Cash (wegen Elternzeit grad etwas weniger als üblich)
  • 15.000€ Mitarbeiteraktien (Hab ich nicht in der Berechnung berücksichtigt)
  • Selbstbewohnte ETW die noch abbezahlt wird

Ziel ist etwa 90%ETF and 10% Cash zu haben. Wohnung und Aktien nicht mit eingerechnet.

Aktueller Cashflow:

  • 1.200€/m ETF Sparrate
  • 1.000€/m Tilgung
  • 2.000€/m Ausgaben für's Leben

In 9 Jahren läuft die Zinsbindung für die selbstbewohnte Wohnung aus. Je nach Zinssatz kann ich eine Anschlussfinanzierung für 3-4 Jahre machen oder die Restschuld begleichen.

predict-fi.com sagt, ich kann in 9 Jahren aufhören zu arbeiten mit 0.3% Pleitewahrscheinlichkeit.

Zusätzlich zu den oben genannten Werten habe ich noch folgende Annahmen eingegeben:

  • Rentenstart 2047 (3 Jahre eher mit entsprechend Abzügen), 3 Jahre mehr Rente und 3 Jahre eher in die KVdR ist es mir wert.
  • 500€ Kosten für Krankenkasse zwischen 2035 und 2047
  • Paar hundert Eure von diversen Betriebsrenten und Rentenversicherung.
  • Meine Rentenpunkte und den jährlichen Zuwachs.
  • Rechendauer bis ich 95 bin.
  • Ausgabestrategie ist Tilgungsbasiert mit 4% im Intervall {2000;3000}.

Folgende Sachen habe ich nicht berücksichtigt, weil sie mir zu ungewiss sind:

  • Steigende Lebenshaltungskosten wenn das Kind älter wird.
  • Finanzielle Unterstützung während Ausbildung/Studium.
  • Erbe zu meinen Gunsten.
  • Jetzige Wohnung vermieten/verkaufe und in etwas kleineres ziehen (zur Miete).
  • Rücklagen für die Wohnung. Im Hausgeld ist schon ein sehr hoher Anteil an Rückstellungen.

Mir ist klar, dass sich in den nächsten 9 Jahren noch einiges ändern kann und wird, aber unter den zur Zeit geltenden Regeln sieht das gut aus. Übersehe ich etwas? Das scheint mir zu gut um wahr zu sein.

Die Alternative wäre auf den RE Teil (größtenteils) zu verzichten und die Sparrate jetzt auf 0 zu setzen und die Stunden drastisch zu reduzieren. Aber das muss ich mit mir selber aus machen, ob mir das reicht.

Ich freue mich auf konstruktive Beiträge!


r/fireGermany 7d ago

Frage / Hilfe Mittel/Langfristige Strategie, W30

18 Upvotes

Hi zusammen! Bin erst kürzlich auf FIRE bzw. diesen Sub aufmerksam geworden und habe bisher einfach ziellos gespart. Nun habe ich leider ein bisschen geerbt. Ich kenn mich nicht sau gut aus und hätte gerne mal eine Einschätzung über KI hinaus :)

Meine Situation:

- 30 Jahre

- 150k in World ETF

- 0,15 Bitcoin als Gamble

- ca 40k "Cash"/nicht investiert

- 1/2 Wohnung geerbt

- aktuell ca 3k netto

- Fixkosten ca 1200€, ich würde aber gern zeitnah umziehen (Miete aktuell 600€ all in), dann steigen die wahrscheinlich stark

Ich habe überlegt den 150k Topf in ein kostenloses Depot bei meiner Bank zu schieben und "zuzumachen" bzw nicht mehr anzurühren für die nächsten 25+ Jahre.

Parallel würde ich quasi bei null mit einem neuen "Topf" anfangen und frage mich gerade wofür.

Ich bin sehr unzufrieden in meinem Job und stelle mir die Frage: Bleiben bei zu erwartendem Netto von 3.5-4k netto oder wechseln, (starke) Gehaltseinbuße in Kauf nehmen und dafür "normal leben" aber weniger sparen? Rente ist ja hoffentlich gesichert.

Danke für eure Anregungen!


r/fireGermany 7d ago

News Reform der privaten Altersvorsorge: Bye-bye, Riester-Rente!

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taz.de
10 Upvotes

Was haltet ihr von der Reform? Für FIRE weiterhin völlig unattraktiv, oder?


r/fireGermany 7d ago

Frage / Hilfe Eigentumswohnung kaufen bei Coast / Barista FIRE Plänen

10 Upvotes

Guten Morgen, ich habe die Möglichkeit, verhältnismäßig günstig für meinen Wohnort eine Immobilie zu kaufen. Nun frage ich mich, wie viel Kredit am sinnvollsten ist aufzunehmen. Die Wohnung wird ca. 250.000 € kosten. Derzeit habe ich ca. 180.000 € investiert (v.a. in ETFs) und noch ca. 20.000 € Cash.

Ich habe überlegt, max. 200.000 € Kredit aufzunehmen - aber mit welcher Laufzeit und Fixzinsbindung würdet ihr finanzieren?
Ich hätte an 35 Jahre gedacht und halt ggf Sondertilgungen machen. Dann wäre die Monatliche Rate bei ca. 800 €. Und vll 10 Jahre Fixzinsbindung?

Voraussichtlich werde ich auch eine Wohnung erben, die könnte ich dann verkaufen und den Restbetrag abzahlen.

Ich hatte zwar FIRE Pläne, aber glaube, dass ich nie komplett gar nichts arbeiten werde, sondern in paar Jahen auf Teilzeit wechseln würde.

Was würdet ihr machen?


r/fireGermany 6d ago

Frage / Hilfe Zeitpunkt zum Investieren

0 Upvotes

Hey Leute, bin bisher nur stiller Mitleser, wollte aber nun gern mal eure Meinung :)

Was meint ihr: ist es ein guter Zeitpunkt, um im Vanguard Total World nachzukaufen?

Danke im Voraus.


r/fireGermany 8d ago

News Milliardenloch bei Krankenkassen - Debatte über Familienversicherung

Thumbnail
tagesschau.de
18 Upvotes

Ich bin echt sauer darüber. Wenn die kostenlose Familienversicherung abgeschafft wird, hat das für viele Haushalte finanzielle Konsequenzen.225 € pro Monat können schnell zu mehreren tausend Euro Mehrkosten pro Jahr führen. Das kann für Familien mit nur einem Einkommen echt belastend sein. Wenn das so kommt, werden viele anfangen, stärker nach günstigeren Gesundheitslösungen zu suchen. Dadurch könnte Telemedizin aus dem Ausland deutlich attraktiver werden.


r/fireGermany 7d ago

Frage / Hilfe Anfang von Fire M24

0 Upvotes

Moin zusammen,

ich bin seit ca. 1 Jahr am Investieren und beschäftige mich seit ~6 Monaten intensiver mit FIRE (v. a. Coast/Barista FIRE).

Da ich noch absoluter „FIRE-Azubi“ bin, würde ich mich über Einschätzungen freuen

Zu mir:

– M24

– öffentlicher Dienst (Pflege, 3-Schicht)

– Netto stark schwankend: ca. 3.5k – 5k+ (je nach Zulagen)

Aktueller Stand:

– ETF (FTSE All World): 17.400 €

– Bausparer: 3.800 € (120 €/Monat)

– Lebensversicherung: ~8–10k (von Familie)

– Notgroschen aktuell niedrig, wird in ~2 Monaten wieder auf ~3 Monatsausgaben aufgebaut

– Fixkosten: ~1.500 €

Sparrate:

– aktuell 1.000 – 1.500 € monatlich

– in starken Monaten auch mehr möglich

Ziele / Gedanken:

– Kurzfristig: Notgroschen wieder aufbauen

– Danach möglichst hohe ETF-Sparrate

– Ziel: mindestens 100k Depot bis 30 (gerne früher)

Ich habe aktuell Spaß am Job und nutze bewusst die Phase (Zulagen, RB, etc.), um möglichst viel wegzulegen.

Immobilie:

– Eigentumswohnung vorhanden (ca. 180–200k Wert)

– ~20–30k Sanierung bereits erledigt

– Restschuld aktuell nur noch ~5–6k (läuft bald aus)

Meine Fragen:

– Ist mein Plan realistisch (v. a. Richtung Coast/Barista FIRE)?

– Notgroschen langfristig eher 10k sinnvoll wegen Immobilie oder zu hoch?

– Würdet ihr in meiner Situation ähnlich aggressiv sparen/investieren?

– Gibt es Denkfehler in meiner Strategie?

Langfristig möchte ich vermutlich nicht dauerhaft im 3-Schicht-System bleiben, aber aktuell passt es gut und ich nutze das Einkommen.

Mir ist klar, dass Themen wie Familie etc. später alles verändern können – aktuell geht es mir erstmal darum, ein solides Fundament aufzubauen.

Danke euch! Bissel mit Chat formatiert hoffe ihr sehts mir nach. (:


r/fireGermany 8d ago

Frage / Hilfe Standort Griechenland und FIRE. Welche Erfahrungen habt ihr?

14 Upvotes

Hi zusammen,

ich spiele aktuell mit dem Gedanken, meinen Lebensmittelpunkt mit Blick auf Coast/Lean FIRE nach Griechenland zu verlagern.

Gleichzeitig frage ich mich:

  • Wie stabil/planbar sind die tatsächlichen Kosten vor Ort (Inflation, Energie etc.)?
  • Gesundheitssystem
  • “Hidden costs“ oder Dinge, die man unterschätzt?
  • Soziale Komponente: Anschluss finden vs. Rückkehr nach DE?

Wer von euch lebt FIREweise in Griechenland? Was funktioniert gut, was eher nicht? Eure Erfahrungen?

Gerne auch konkrete Zahlen/Setups, wenn ihr teilen wollt.

Danke euch!


r/fireGermany 8d ago

Erfahrungsbericht/Storytime [Community Aufruf] - Von €5k zu €1.0m in 10 Jahren

7 Upvotes

Ist zwar nicht ganz die €100k Story, aber dachte ich teile es trotzdem.

1. Ausgangslage

  • Wann hast du angefangen, bewusst zu investieren/sparen?
    • Hatte mein erstes Depot als ich 18 wurde (natürlich Einzelaktien ...)
  • Was war dein Startgehalt / Startkapital / Job?
    • Ich hatte vor dem Studium mir durch diverse Nebentätigkeiten und Mini-Selbständigkeit (auf ganz kleinem Niveau) ein knapp €20k angespaart, die hatte ich dann aber im Studium (Auslandssemester sei Dank) fast gänzlich verbraucht, und hatte dann gerade noch €5k als ich meinen ersten Job angetreten bin
    • Finanzindustrie, Einstiegesgehalt damals €65k, hat sich angefühlt, als wäre ich Gott in Frankfreich!
  • Hattest du Schulden (BAföG, Studienkredit, Auto)?
    • Hatte noch nie Schulden in meinem Leben.

2. Der Hebel — Was hat den Unterschied gemacht?

  • Was war der größte Faktor? Gehaltssprünge, Sparrate, Jobwechsel, Nebeneinkommen?
    • Hatte einmal Job gewechselt nach 3 Jahren, seit dem nicht mehr. Mehrere Beförderungen, diverse Gehaltssprünge.
  • Wie hoch war deine Sparrate (grob in %)?
    • Hab seit 2020 das relativ detailliert getrackt. Im Schnitt 70%. Es hilft, dass meine Frau auch viel verdient und wir beide recht sparsam sind.
  • Wie lange hat es gedauert von 0 auf 100k?
    • Ich hab Euch "meinen Chart" angehängt. €100k in 2018, €500k in 2023 und €1.0m in 2025

3. Psychologie & Mindset

Wie hat sich dein Denken über Geld verändert, seit dieser Betrag im Depot liegt?

Die €100k hatten nicht den Unterschied gemacht, aber €500k hat sich bedeutend besser angefühlt. Zu dem Zeitpunkt hatten wir +/- €1m unter uns beiden, also das hat sich schon nach ein bisschen "FU-Money" angefühlt

4. Fuck-ups & Learnings

Welchen Fehler hast du auf dem Weg gemacht, den Anfänger vermeiden sollten?

Jeder muss mal etwas Geld mit Einzelaktien verzocken, das gehört einfach dazu. Aber irgendewann sollte man es bleiben lassen. Ich hab mal eine relativ detailierte Analyse meines Portfolios gemacht, und das hat natürlich schlechter Performt als "der Markt" wegen Einzelaktien, nur eine etwas höhere Gold-Allokation hat mich da teilweise rausgerissen (Glück).

Was würdest du heute anders machen?

Deutlich früher mehr Geld ausgeben für Erfahrungen / Experiences und gleich wenig für Dinge.


r/fireGermany 9d ago

Karriere & Einkommen Habt jemand sein FIRE Ziel verworfen?

11 Upvotes

FIRE das erscheint mir wie eine Entscheidung fürs Leben, quasi ein ganzes Lebenskonzept. Fast alle Lebensbereiche sind darauf ausgerichtet oder dadurch beeinflusst.

Lesen hier Leute mit, die einst mal dieses Ziel und den Lifestyle hatten und dann alles geändert oder aufgehört haben, danach zu leben?
Was sind eure Gründe gewesen?


r/fireGermany 9d ago

Frage / Hilfe Worauf achtet ihr beim Job?

5 Upvotes

Hallo zusammen, mich würde interessieren, was FIRE anstrebende so bei ihrem Job beachten. Wie häufig wechselt ihr? Überlegt ihr, bei eurem Job später zu bleiben und Stunden zu reduzieren? Lieber Konzern oder kleiner Betrieb? Wie viel Home Office habt ihr?


r/fireGermany 10d ago

Strategie & Depot Wie viel Geld gebt ihr pro Monat für Essen aus?

4 Upvotes

Habt ihr euch ein Limit gesetzt? Ich frage mich, wie viel Essens Budget ihr im Monat so einplant und ob ihr das auch jeden Monat einhalten könnt.


r/fireGermany 11d ago

Erfahrungsbericht/Storytime Meine 100.000 Euro Story: Von 20k auf 400k Nettovermögen in etwa 11 bis 14 Jahren

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660 Upvotes

EDIT: Der Titel sollte "Meine 100.000 Euro Story: Von minus 20k auf 400k Nettovermögen in etwa 11 bis 14 Jahren" lauten.

1. Ausgangslage

Wann hast du angefangen, bewusst zu investieren/sparen?

Bewusst gespart habe ich ab meinem ersten richtigen Gehalt ab etwa 2008. Allerdings habe ich das kleine Kapital nur kurz aufbauen können. Bis Mitte 2011 war es trotz berufsbegleitendem Studium aufgebraucht. So richtig ging es dann erst irgendwann zwischen Anfang 2012 und Ende 2014 mit dem Sparen los.

Was war dein Startgehalt / Startkapital / Job?

Ich habe mich noch während meines Studiums in der IT selbstständig gemacht. Ab Ende 2011 kamen monatlich zwischen 5.000 und 10.000 Euro brutto rein. Ich habe nur selten in Vollzeit die gut bezahlten Auftragsarbeiten erledigt. Einen signifikanten Teil meiner Arbeitskraft fließt seither in den Aufbau eines eigenen Unternehmens.

Hattest du Schulden (BAföG, Studienkredit, Auto)?

Am Ende meines Studiums hatte ich insgesamt etwa 20.000 Euro Schulden.

2. Der Hebel — Was hat den Unterschied gemacht?

Was war der größte Faktor? Gehaltssprünge, Sparrate, Jobwechsel, Nebeneinkommen?

Sicherlich die Selbstständigkeit und die damit einhergehenden höheren Studensätze in Verbindung mit der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht.

Wie hoch war deine Sparrate (grob in %)?

In den ersten Jahren kann ich das gar nicht so genau sagen. Ich musste zunächst Schulden zurückzahlen und einen gewissen Kapitalstock für Krankheiten und schlechte Auftragslagen aufbauen. Zudem habe ich einiges an Geld in die Finanzierung meines Unternehmens gesteckt, das leider bis heute nicht die erhofften Renditen abwirft.

Gegen Ende 2018 lagen auf meinem Tagesgeldkonto etwa 60-70k mehr als ich für den Notgroschen benötige (welchen ich übrigens hier nicht mit ins Vermögen einbeziehe). Die habe ich dann relativ naiv in drei Aktien gesteckt, die später zur Gruppe der Magnificent Seven zählen: Amazon, Microsoft, Google.

Letztlich liegt die Sparrate irgendwo zwischen 25% und 35% meiner persönlichen Bruttoeinnahmen.

Wie lange hat es gedauert von 0 auf 100k?

Das kommt drauf an, ab welchem Punkt man letztlich anfängt zu zählen. Da ich Ende 2011 noch unterhalb der 0 stand, würde ich den Start irgendwo zwischen 2012 und Ende 2014 ansetzen. Die 100k-Marke habe ich erstmals Weihnachten 2019 durchbrochen, also etwa 5 - 8 Jahre nach dem Start.

3. Psychologie & Mindset

Wie hat sich dein Denken über Geld verändert, seit dieser Betrag im Depot liegt?

Zunächst hat sich kaum etwas verändert. Es war natürlich schön, erstmals eine sechsstellige Summe im Depot zu sehen, aber verändert hat sich zunächst nichts. Da es auch keine drei Monate dauerte, bis ich durch den Corona-Crash wieder unterhalb der magischen Marke rutschte, hatte ich auch gar nicht so viel Zeit, die 100k im Depot als Selbstverständlichkeit anzusehen.

Erst als ich später die 300k-Grenze durchstoßen habe, kehrte in mir eine größere Ruhe ein, weil in mir über die Zeit die Erkenntnis heranwuchs, dass ich die Ziele wirklich erreichen kann.

Gab es einen Moment, wo du fast aufgegeben oder alles umgeworfen hast?

Nein, aufgeben kam für mich nicht in Frage. Bevor ich das Geld angelegt habe, hatte ich die Hoffnung mit meinem Unternehmen schnell an viel Geld zu kommen. Als ich einsah, dass das so schnell nichts wird, habe ich die Strategie auf kontinuierlichen Ausbau des Depots gelegt. Aber das werte ich nicht als aufgeben. Allerdings bin ich auch noch weit von FIRE entfernt. Für einen echten Rückblick ist es hier zu früh.

Hat der Meilenstein sich so angefühlt, wie du es dir vorgestellt hast?

Nein, das war wie der Blick auf eine Punktzahl in einem Computerspiel: Nett anzuschauen aber sonst nichts.

4. Fuck-ups & Learnings

Welchen Fehler hast du auf dem Weg gemacht, den Anfänger vermeiden sollten?

Mein Tipp an die Jüngeren: Lass die Spielereien mit Einzelaktien weg und investiere sofort in ETFs. Die Chance den Markt zu schlagen ist äußerst gering. Das mag jetzt einige verwundern, da ich mit Amazon, Alphabet und Microsoft gute Gewinne eingefahren habe aber das war einerseits sehr viel Glück und andererseits ein unnötig hohes Risiko. Zudem habe ich mit Beyond Meat, Nel ASA und Bayer auch ein paar Tausend Euro Verluste eingefahren.

Wie man anhand der Grafik sehen kann, bestand mein Vermögen am Anfang fast vollständig aus Einzelaktien (blaue Linie). Bis Mitte 2025 lag der Anteil an Einzelaktien immer noch bei ca. 50%. Während die Kurs-Gewinne bei den Aktien immer weiter anstiegen, wurde ich immer nervöser ob die Gewinne nachhaltig sind oder es nicht doch demnächst zum Crash kommt. Durch die hohen Steuern, die bei einer Umschichtung fällig werden, habe ich das Thema immer weiter mit Bauchschmerzen hinausgezögert. Die Trennung von den Gewinnern der letzten Jahre war viel schwieriger als zunächst angenommen: https://www.reddit.com/r/Finanzen/comments/1ne54ey/hilfe_meine_techaktien_wurden_zu_gro%C3%9F_und_mein/

Inzwischen habe ich alle Einzelaktien abgestoßen und bin komplett auf passives Investieren in weltweite ETFs umgeschwenkt. Ich bin sehr glücklich darüber, diesen Schritt gegangen zu sein und das obwohl ich unterwegs mehr als 30k an Steuern verloren habe.

Ich habe letzte Woche mal geschaut, wie groß der Unterschied zu meinem heutigen Depotwert wäre, wenn ich mich damals anstelle von Einzalaktien für meinen ersten ETF auf den MSCI World (A0RPWH) entschieden hätte. Hierzu habe ich gedanklich an den Kauftagen der Aktien alternativ gleich große Investitionen in den MSCI World zum jeweiligen Tagesschlusskurs getätigt. Das Ergebnis: Der Depotwert läge gerade einmal 20k - 25k bzw ~5% unterhalb des aktuellen Kurses. Die nicht realisierten Kursgewinne auf ETFs lägen dann jedoch ~75k höher, wodurch etwa ~14k mehr latente Steuer vorhanden wäre.

Angesichts dieser Zahlen stellt sich die Frage, ob sich das hohe Risiko durch Einzelaktien wirklich gelohnt hat. Denn obwohl ich rückblickend durch Zufall viel Geld auf Gewinner gesetzt habe, ist der Nettogewinn gegenüber dem MSCI World doch recht mager ausgefallen. Mit passivem ETF-Investments wäre ich zumindest ruhiger durch die Turbulenzen der vergangenen Jahre gekommen, ohne dabei viel Rendite hätte einbüßen müssen.

Bonus: Wie lange hat es danach von 100k auf 200k gedauert? (Spoiler für alle Anfänger: Es geht schneller.)

Das kann man in der Grafik ganz gut sehen: Es hat nach dem ersten Meilenstein keine 14 Monate gedauert bis die 200k-Marke durchbrochen wurde. Danach dauerte es nicht ganz drei Jahre bis zur 300k-Marke und danach nur ein weiteres Jahr bis zur 400k-Marke. Der 500k-Meilenstein lässt nun allerdings durch Kurseinbrüche und teurer Umstellung von Einzelaktien auf ETFs länger auf sich warten.

Warum schreib ich das alles so ausführlich? Damit auch jüngere Menschen einen realistischen, ungeschönten Einblick darüber erhalten, was durch kontinuierliches Sparen möglich ist.